{"id":884,"date":"2016-01-18T09:38:11","date_gmt":"2016-01-18T09:38:11","guid":{"rendered":"http:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/?page_id=884"},"modified":"2021-08-09T20:02:52","modified_gmt":"2021-08-09T20:02:52","slug":"sonja-lippuner","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/artists\/sonja-lippuner\/","title":{"rendered":"Sonja Lippuner"},"content":{"rendered":"<p>Sonja Lippuner,\u00a0Geboren 1987, M\u00fcnsterlingen\/ TG<\/p>\n<p>In der Galerie 3000 mit der Einzelausstellung <strong><em>Ein Zimmer<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vernissage: 19.8.2021 &#8211; 18h<\/p>\n<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1613\" src=\"http:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_52411.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_52411.jpeg 640w, https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_52411-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\"><b>Ein Zimmer<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">Ich packe meinen Koffer mit Farbe, Tapete und ein paar Zeichnungen und verlasse mein \u00fcbervolles Atelier.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">Eine neue Stadt, ein leeres Zimmer wartet auf mich. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">Ich trete ein, ein Zimmer, ein Fenster, eine T\u00fcr. Ich schliesse sie hinter mir. Ein Zimmer f\u00fcr mich, die W\u00e4nde weiss, ich fange an meine Koffer zu leeren und bewege mich durch den Raum. Ich nehme ihn ein und fange an die Fl\u00e4chen zu besetzen, tapeziere sie St\u00fcck um St\u00fcck. Ein Zimmer und ich, die T\u00fcr bleibt geschlossen ein gesch\u00fctzter Ort f\u00fcr die kommenden Wochen. Ich schaffe mir eine Studiosituation, alles ist m\u00f6glich, der Raum geh\u00f6rt mir.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">Mein Atelier in Basel ist f\u00fcr mich ein Ort der Prozesse, ein Labor der Experimente, ein R\u00fcckzugsort, der meist verschlossen bleibt f\u00fcr die Aussenwelt, nur einzelne Reliquien verlassen den Raum.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">Was ist noch sichtbar in einem Ausstellungsraum von der Arbeit hinter der verschlossenen T\u00fcre? Ich m\u00f6chte die T\u00fcre \u00f6ffnen, ohne zu wissen, wie ich in meiner eigenen Arbeit verortet bin und ohne zu wissen, wohin sich die Prozesse entwickeln. Ich arbeite in diesem Zimmer nicht f\u00fcr eine Ausstellung, sondern nehme mir den angebotenen Raum als Denkort f\u00fcr m\u00f6gliche und unm\u00f6gliche M\u00f6glichkeiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">\u00abRaum &#8211; Ich will sprechen mit Dir. Mit mir. Bis alles gesagt ist f\u00fcr den Moment. Und dann vermischen sich unsere Sprachen wieder mit unbekannten Lauten. Ich verlasse dich.\u00bb<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, serif;\">Sonja Lippuner<\/span><\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p>Und damals, 2016 noch in der &#8222;alten&#8220; Galerie 3000\u00a0 mit der Einzelausstellung <em><strong>in<\/strong>habitataten.<\/em><\/p>\n<p>Portfolio als <a href=\"http:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Sonja-lippuner-Portfolio-2016.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF (2016)<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_914\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-914\" class=\"wp-image-914 size-medium_large\" src=\"http:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SonjaLippuner-768x431.jpg\" alt=\"SonjaLippuner\" width=\"768\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SonjaLippuner-768x431.jpg 768w, https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SonjaLippuner-300x168.jpg 300w, https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SonjaLippuner.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><p id=\"caption-attachment-914\" class=\"wp-caption-text\">Installationsansicht &#8211; 3.2016<\/p><\/div>\n<p>Text zur Ausstellung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>in<\/strong>habitataten<br \/>\nInhabitataten In habitataten sein.<br \/>\nHabitaten habitieren sich zu Inhabitaten.<br \/>\nUm wandlung,<br \/>\nzu sehen um.<br \/>\nSein zu schein einschr\u00e4nken in Schr\u00e4nken<br \/>\nim Schrank.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mich interessiert die Wandlung von Orten.<br \/>\ndie Frage nach Raum, Innen und Aussen,<br \/>\nvon Orten zu R\u00e4umen zu K\u00f6rper und Objekt.<br \/>\nDabei geht es mir um feine Abstufungen von Zust\u00e4nden,<br \/>\nsie zu erfahren und neu zu ordnen.<br \/>\nDie Wandlung von der Vorstelleng der Erinnerung befrage ich<br \/>\nin der Transformation von Bildarchiven in Material zu Objekt .<br \/>\nDer Kontext verschiebt sich durch die Wandlung von Material und dessen Haptik,<br \/>\ndurch das Sehen und das r\u00e4umliche Ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-907 alignleft\" src=\"http:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_1258-e1455539504865-225x300.jpg\" alt=\"IMG_1258\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_1258-e1455539504865-225x300.jpg 225w, https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/IMG_1258-e1455539504865-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n\n\t\t\t<div id='gallery-884-1' class='gallery gallery-884'>\n\t\t\t\t<div class='gallery-row gallery-col-3 gallery-clear'>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/artists\/sonja-lippuner\/img_0710-1\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_0710-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Sonja Lippuner - 2016\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t\t<figcaption class='gallery-caption'>Sonja Lippuner &#8211; 2016<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/artists\/sonja-lippuner\/img_0699-1\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_0699-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Sonja Lippuner - 2016\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t\t<figcaption class='gallery-caption'>Sonja Lippuner &#8211; 2016<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/artists\/sonja-lippuner\/img_0669-kopie-1\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/galerie3000.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_0669-Kopie-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Sonja Lippuner - 2016\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t\t<figcaption class='gallery-caption'>Sonja Lippuner &#8211; 2016<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><!-- .gallery -->\n\n<blockquote><p><em><strong>Sonja<\/strong> <strong>Lippuner<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Material \u2013 Raum und Ort\u00a0Materialien wie Gips, Ton und Stein, klassische bildhauerische Techniken,\u00a0teilweise figurativ, die Auseinandersetzung mit Oberfl\u00e4che und Materialit\u00e4t, sind die\u00a0Grundlagen, aus denen sich meine k\u00fcnstlerische Arbeit entwickelt. Durch Losl\u00f6sungsprozesse,\u00a0dem Zersetzten von Material und Form, entferne ich mich von der menschlichen\u00a0Figur und gelange zu einer neuen K\u00f6rperlichkeit im Raum.<br \/>\nDoch was heisst Raum? Wie\u00a0gehe ich mit ihm um? Und wie bewege ich mich in ihm, wie verortet sich das Werk und wie\u00a0der Betrachtende? Durch den \u00dcbergang von der singul\u00e4ren Skulptur zur ortsspezifischen\u00a0Installation erf\u00e4hrt der Besuchende seine eigene K\u00f6rperlichkeit im Verh\u00e4ltnis zum ihn\u00a0umgebenden Raum.<br \/>\nEin wichtiger Kernpunkt meiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit\u00a0Raumwahrnehmung und -erfahrung. Durch spezifische architektonische Eingriffe transformiere\u00a0ich bestehende Raumstrukturen und ihre Verortungen und Szenerien.<\/p>\n<p>Raum der Erinnerung<\/p>\n<p>Ich beobachte Ver\u00e4nderungen und ihre Verbindung mit Zeitlichkeit,\u00a0denn nur im Raum der Erinnerung ist der unerbittliche Ablauf der Zeit aufgehoben.\u00a0Unabh\u00e4ngig davon wie viel zeitliche Distanz geschaffen wird, Erinnerungsbilder blitzen\u00a0immer wieder auf und prallen mit dem Jetzt zusammen \u2013 ein neues Bild entsteht in diesem\u00a0Dazwischen, ein Bild zwischen Realit\u00e4t und Konstruktion.<br \/>\nDas Aufl\u00f6sen von Bildmaterial\u00a0aus verschiedenen Archiven und dessen Transformation zu Objekten, interessiert mich\u00a0ebenso wie der Moment, in dem ein Bild aus vorhandenen Bildern entsteht, wobei zugleich\u00a0ein Aufl\u00f6sen und Zusammenschmelzen, ein Eingiessen und Festhalten (von Erinnerung)\u00a0stattfindet. Mich interessieren die Handlungsspielr\u00e4ume zwischen Materialit\u00e4t und Inhalt,\u00a0zwischen (kultur-) historischen Bez\u00fcgen und meiner pers\u00f6nlichen Wahrnehmung als K\u00fcnstlerin\u00a0des 21. Jahrhunderts. Wann und wie ver\u00e4ndern sich Bilder, wenn sie losgel\u00f6st sind von\u00a0ihrem urspr\u00fcnglichen Kontext?<\/p>\n<p>Landschaft der Erinnerung<\/p>\n<p>Meine Werke spiegeln eine Diskrepanz zwischen Nostalgie und einer\u00a0absurden Bestandsaufnahme dessen wider, was l\u00e4ngst nicht mehr so existiert wie in der\u00a0eigenen Erinnerung. L\u00e4ndliche Zust\u00e4nde und menschliche Existenzen mischen sich in einer\u00a0Diversit\u00e4t aus Sehns\u00fcchten und paradoxen Erscheinungen: Ich schaue von spezifischen\u00a0Orten aus auf die Entwicklung l\u00e4ndlicher Strukturen: Wie l\u00f6sen sich beispielsweise\u00a0ganze Regionen auf? Ich beobachte, wie D\u00f6rfer gesichtsloser werden und sich dadurch\u00a0pl\u00f6tzlich nicht mehr verorten lassen. Die Landschaft ver\u00e4ndert sich.<br \/>\nUnd ich? Ich n\u00e4here\u00a0mich den ersten H\u00e4usern, bin \u00fcber den Palmen im k\u00fcnstlichen Paradies, dann unten,\u00a0dort ein Swimmingpool in der Stube, die Fenster sind mit Dampf beschlagen und der\u00a0Garten w\u00e4chst erst im Fr\u00fchjahr wieder.<br \/>\nAusgehend von solchen spezifischen Orten und\u00a0Landschaften und ihren Entwicklungen geht es mir um die Frage, wie sich Erinnerungsbilder\u00a0zu einem ganz eigenen Konstrukt (z.B. Heimat) zusammensetzten und losgel\u00f6st von\u00a0r\u00e4umlicher und zeitlicher Verortung zu modularen Systemen werden, die sich selbst\u00e4ndig\u00a0in andere R\u00e4ume verschieben. Wo setzt dabei der (Selbst-) Betrug ein? Wo beginnt die\u00a0Losl\u00f6sung von stark verankerten Bildern? Ab wann sind diese Bilder ein selbstgemachtes\u00a0Wahrheitskonstrukt?<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonja Lippuner,\u00a0Geboren 1987, M\u00fcnsterlingen\/ TG In der Galerie 3000 mit der Einzelausstellung Ein Zimmer Vernissage: 19.8.2021 &#8211; 18h Ein Zimmer Ich packe meinen Koffer mit Farbe, Tapete und ein paar Zeichnungen und verlasse mein \u00fcbervolles Atelier. 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